Johannes Brahms (1833–1897)

Johannes Brahms war ein äusserst begabter, vielschichtiger und gefühlvoller Mensch. Er stammte aus einer Familie der unteren Mittelschicht in Hamburg und wurde entgegen den Wünschen seines Vaters Musiker im Philharmonischen Staatsorchester, wo er Kontrabass, Horn und Flöte spielte. Sein Vater hatte Johannes seine erste musikalische Ausbildung vermittelt. Ab 1840 studierte er Klavier bei Otto Cossel, der sich über den neunjährigen Johannes beklagte, er «könnte so ein guter Spieler sein, aber er hört einfach nicht auf, ständig zu komponieren».
Mit 17 lernte Brahms den ungarischen Geiger Ede Reményi kennen und begleitete ihn in den folgenden Jahren bei einer Reihe von Konzerten. Dies war sein Einstieg in die Musik im «Zigeunerstil», wie zum Beispiel den Czárdás, traditionelle ungarische Volkstänze. Dies führte schliesslich zu zwei berühmten Zyklen ungarischer Tänze aus den Jahren 1869 und 1880.
1853 setzte Brahms seine Zusammenarbeit mit Ede Reményi fort und erlangte schliesslich Unterstützung und Anleitung von Robert und Clara Schumann. Er lebte schliesslich mit Clara in Düsseldorf zusammen und widmete sich ganz ihr, während Robert zunehmend unter psychischen Störungen litt. Nach Roberts Tod blieben sie enge Freunde. Brahms heiratete nie und konzentrierte sich vor allem auf seine kompositorische Arbeit.
In der Mitte seines Lebens wurde er als herausragender Komponist, Pianovirtuose und Dirigent der mittleren Romantik geschätzt. Seine Musik zeichnete sich durch ausdrucksstarken Kontrapunkt, freiere Dissonanzen, rhythmische Lebendigkeit und zugleich die Treue zu traditionellen Formen aus. Zu seinen Werken zählen vier Sinfonien, vier Konzerte, ein Requiem, zahlreiche Kammermusikwerke sowie Hunderte von Volksliedbearbeitungen und Liedern (deutsche Kunstlieder).
Obwohl er innovativ war, galt er im «Krieg der Romantiker», bei dem es zu Gegenargumenten aus dem Umfeld von Franz Liszt kam, als konservativ. Doch seine Werke setzten sich langfristig durch und verschafften ihm einen Kreis von Anhängern, Freunden und Musikern. Im hohen Alter erwog er, sich aus dem Komponieren zurückzuziehen, schrieb aber weiterhin Kammermusik für geschätzte Musiker.
Ungarische Tänze, 1858–68 (Nr. 1–10).
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Ungarische Tänze, 1868 (Nr. 11–21).
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Klaviersonate Nr. 1, Op. 1.
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Sinfonie Nr. 3, Op. 90.
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Wiegenlied «Guten Abend, gute Nacht», Op. 49, Nr. 4, 1868.
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Alle wurden mit virtuellen Instrumenten produziert.
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